St. Annenkapelle

Als wohl ältestes Gebäude der Stadt wurde die Sankt Annenkapelle als turmloses spätgotisches Kirchlein aus Findlingen und großen Backsteinen erbaut. Ihre Entstehung dürfte ins 14./15. Jahrhundert fallen. Der äußere bauliche Zustand wurde bis heute nicht verändert.

Wie auch andernsorts war es üblich, vor den Toren der Stadt ein Hospital anzulegen, dem eine Kapelle hinzugefügt wurde. Das Annenhospital fand schon 1575 in einer Kirchenvisitation Erwähnung.

Die Namensgeberin, die „heilige Anna“, ist die Mutter von Maria und die Schutzpatronin der Kranken.

Das lebensgroße hölzerne Kruzifix stammt aus dem Jahr 1525.

1922 wurde eine Erneuerung der Kapelle, die bereits 1914 während des Krieges begann, vollendet. Architekt Bleue aus Berlin leitete die Arbeiten. Aus seiner Werkstatt stammen auch die Votivfenster. Ein zugemauertes Fenster wurde wieder geöffnet. Gegenüber dem Altar befand sich zudem eine unschöne, nicht originale Empore, die entfernt wurde. Auch der Corpus Christi und die beiden Heiligenfiguren mussten dringend ausgebessert werden.

Seit 1985 verfügt die Kapelle über eine kleine Orgel vom Orgelbau Schuke in Potsdam.

Die St. Annenkapelle wird heute als Winterkirche und Begräbniskapelle genutzt, da sie beheizbar ist. Auch finden hier in kleinem Rahmen Konzerte statt.

Termine für Besichtigungen können Sie im Gemeindebüro bei Frau Weber, Tel.: 033731/80806 vereinbaren.