Bauvorhaben

„Eigentum verpflichtet“

Sowohl die Trebbiner als auch die Thyrower Kirchengemeinde besitzen eine große Kirche und anderes Gemeindeeigentum. Das Sprichwort „Eigentum verpflichtet“ trifft auch bei uns zu. Die Kirchen müssen regelmäßig instand gehalten werden, bzw. gibt es hier dort auch immer den Wunsch zu Neuerungen und Veränderungen …


Saubere Töne - Überholung der Dinse Orgel der Dorfkirche Thyrow

Die Thyrower Orgel wurde Anfang des 20. Jh. erbaut und hat über die Jahrzehnte schon einige Reparaturen und Modernisierungen erlebt.

So wurde auch jüngst der Bedarf nach einer erneuten Reparatur hörbar. Somit hat sich der Gemeindekirchenrat dazu entschlossen, die Orgel einer gründlichen Überholung und einer Teilreparatur zu unterziehen.

Dabei wurde der Spieltisch, die übertragenden mechanischen Elemente von den Tasten zu den Pfeifen, die Registerwerke und Pfeifen teilweise zerlegt, gereinigt und, soweit nötig, repariert oder ersetzt.

Während der Instandhaltung konnte man die Orgel in ihren einzelnen Komponenten erleben und auch in Bereiche einsehen, die normalerweise durch Holzverkleidung abgedeckt sind. Mittlerweile sind die Arbeiten bis auf einen Teilbereich abgeschlossen, die Orgel kann nun wieder gespielt werden.

Frank Steffens

Eine alte Dame wird wieder jung - die Orgel der Trebbiner St. Marienkirche

Die Sauer-Orgel in der St. Marienkirche wird dieses Jahr schon 113 Jahre alt. Sie hat manches in ihrem langen Leben erfahren müssen, darunter auch eine Art Teil-OP. Etwa in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts passte ihr Klang nicht mehr so recht zum Zeitgeschmack. Einige Register wurden damals ausgebaut und durch heller klingende Register ersetzt. Einige Pfeifen wurden gekürzt und gaben ab dann höhere Töne von sich.

Was als Verbesserung gedacht war, hat jedoch dazu geführt, dass ein eigentlich wunderbares Instrument sozusagen klangliche Fremdkörper in sich hatte. Jede Orgel ist ein Gesamtkunstwerk, nicht einfach eine beliebige Zusammenstellung von Pfeifen, sondern ein Musikinstrument, das einheitlich konzipiert ist. Natürlich wird dem jeweiligen Zeitgeschmack Rechnung getragen. Eine Orgel von 1905 - musikalisch aus der Zeit der Spätromantik - ist optimal, um spätromantische Musik darzustellen. Bach auf ihr zu spielen, ist auch möglich, kommt aber sicher dem klanglichen Ideal der Bachzeit nicht so nahe.

 

Im November 2018 war es endlich so weit: die Narben der Teil-OP sind beseitigt worden.

Was die Orgelbaufirma Sauer 1905 konzipiert hat, ist nun neu- und nachgebaut worden. Die Orgel klingt jetzt wieder wie am ersten Tag. Younger than ever. Eine große Freude: denn es ist ein wunderschönes Instrument, ein Juwel der brandenburgischen Orgellandschaft.

Der Rückbau wurde durch die Erbauerfirma, Orgelbau Sauer (Frankfurt/Oder) vorgenommen.

 

Sie alle sind eingeladen, am 29. April um 10 Uhr zum Wiedereinweihungsgottesdienst zu kommen. Nach dem Gottesdienst lädt Frau Korthus zu einer Orgelführung und einem kleinen Konzert ein. Und natürlich lädt die Gemeinde zu einem Umtrunk ein, um die Verjüngungskur zu feiern!

Beginnend im Mai, wird dann in den Sommermonaten jeweils am ersten Sonntag des Monats bei freiem Eintritt um 16 Uhr ein 45-minütiges Konzert auf der Orgel geboten.

Gesa Korthus