Kirche St. Marien Trebbin

Die Kirche wurde wohl im 13./14. Jahrhundert erbaut. Sie ist ein rechteckiger Saalbau und zu zwei Drittel der Höhe aus Feldsteinen errichtet. Erst 1543 ist die St.-Marien Kirche mit einem Pfarrer und einem Diakon der evangelischen Glauben beigetreten. 

1710 wurde die Kanzel unter Friedrich I. eingebaut. Die Kirche war stets unter Patronatsverwaltung, deshalb die Buchstaben „FR“ in der Kartusche über der Kanzel. 1744 wurde fast über die Hälfte der Kirche neu errichtet und um 3 Fuß erhöht, nach dem Vorbild der Garnisonskirche Potsdam. Dies geschah nach Anordnung von König Friedrich II., der Architekt der Umgestaltung war Ch. F. Feldmann.
So steht der Altar, der bei der Erbauung der Kirche im Osten stand, heute im Süden des Raumes.

Von der ursprünglichen Ausstattung blieb nichts erhalten. Das heißt, die Kirche wurde nach Westen um den Turm verlängert und der hölzerne Turm abgebaut. Der Turmkopf mit Spitze wurde aber erst 1764 nach dem 7-jährigen Krieg aufgesetzt. Einbauten waren sehr spärlich: ringsum Emporen auf toskanischen Holzsäulen. Nur in der Mitte der Südwand durch den Kanzelaltar unterbrochen, dessen Korb an den Ecken gekehlt ist und auf geschweiftem Unterbau steht. Schalldecken mit Schnecken und Strahlensonne, seitlich Putten mit Kreuz und Bibel im oberen Teil. Zur Ausstattung der Kirche gehören auch drei wunderschöne Kronleuchter aus dem 19. Jahrhundert. Anstelle des mittleren Leuchters hing einst ein hölzerner Taufengel. Im Rahmen der letzten Sanierung wurden sie von einem Trebbiner Graveur fachgerecht restauriert.

Zum Erntedank im Oktober 1908 gab es erstmals elektrisches Licht.
Es gab außerdem mehrere Orgeln in den Jahrhunderten, denn Bartholomäus Krüger, geboren 1540 in Sperenberg, war bereits im 16. Jahrhundert Organist in Trebbin. Die jetzige Orgel von der Firma Sauer aus Frankfurt/Oder wurde 1905 von dem kinderlosen Ehepaar Auguste und Karl Götze gestiftet. Diese Orgel wurde 2006 ausgebaut und restauriert. Seit Advent 2009 hat sie ihren romantischen Klang wieder.
Eine Innensanierung der Kirche wurde bereits 1978 mit den damaligen Mitteln unter großer Einsatzbereitschaft der Trebbiner Bürger durchgeführt.
Im Oktober 1986 wurde in die Kirche eingebrochen und erheblicher Schaden verursacht. Zwei Jugendliche beschädigten Bänke und die Brüstung des Altars. Auch vor der Orgel machten sie nicht Halt.

Die Dachstuhlsanierung am Kirchenschiff  begann 2007 und 2009 bekam die Außenfassade einen neuen Putz. Die Turmsanierung erfolgte dann ab Mai 2010. Im Rahmen der Bauarbeiten erhielt die Kirche wieder eine neue Uhr, die von der Stadt Trebbin gesponsert wurde. Das Uhrwerk lässt die drei Glocken aus dem 19./20. Jahrhundert wieder hell erklinken. Die große Glocke trägt eine Signierung von 1926.

Auch erhielt der Kirchturm eine schöne neue Spitze mit einem Kreuz.

Am 4. September 2011 gab es eine große Wiedereinweihungsfeier mit vielen Ehrengästen.

Besichtigungen und Führungen können im Gemeindebüro bei Frau Weber, Tel.: 033731/80806 vereinbart werden.