Kirche Thyrow

Im Zentrum des Ortes Thyrow steht die wunderschöne romanische Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert. Sie diente neben ihrer religiösen Bedeutung auch immer als Fluchtburg, in der Mensch und Vieh Schutz vor Angreifern suchten.

Während des 30-jährigen Krieges brannte die Kirche völlig aus und wurde dann im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut. Bis ins Mittelalter gehörte die Kirche zum Bistum Meißen, als dann der Ort an die Vogtei Trebbin veräußert wurde.

Die aus Feldsteinen erbaute Kirche besteht aus einem Schiff mit eingezogenem Chor und westlichem Dachturm. Ursprünglich war sie ein Apsissaal, möglicherweise mit westlichem Querturm. Die Apsis wurde in gotischen Zeiten abgerissen und durch einen eingezogenen Chor ersetzt. Unter der barocken Empore aus dem 19. Jahrhundert ist die Winterkirche untergebracht.

1719 erhielt die Kirche vom Tischler Aswig Hahn aus Trebbin seinen Kanzelaltar.  Die erste Glocke wurde bereits 1590 in Magdeburg gegossen, musste aber 1734 wegen unreinen Klanges umgegossen werden. Die Glocke wurde leider zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. 1831 gab es dann eine neue Glocke, die noch heute die Gemeinde zur Andacht ruft.

1794 wurde der Turm errichtet, welcher bis 1883 mehrmals abgerissen und neu aufgebaut wurde. Die Orgel der Orgelbauer Gebrüder Dinse wurde 1908 eingeweiht.

Eine umfangreiche Restaurierung der Kirche wurde in den Jahren 1962 bis 1964 durchgeführt und der Kanzelaltar durch einen Altartisch und einen Lesekanzel ersetzt.

In den Jahren 2005 bis 2007 ist die längst fällige Reparatur des Dachstuhls und des Daches ausgeführt worden. Zugemauerte Chorgiebelfenster wurden wieder geöffnet und mit farbigen Gläsern, die noch im Turm lagerten, versehen. Wahrscheinlich stammen diese noch aus der gotischen Veränderung. Die steinerne Lesekanzel wurde durch ein Pult aus Metall und Holz ersetzt.

Besichtigungen können im Gemeindebüro bei Frau Weber, Tel.: 033731/80806 vereinbart werden.